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Wissenwertes

zum Korrosionsschutz

Umweltverschmutzung durch Industrialisierung, steigende Belastung z. B. durch Schwefeldioxid, Chloride von Meerluft oder Straßensalz bedeuten starke Korrosions-Belastung. Luftfeuchtigkeit ist ein wichtiger Einflussfaktor, da sie für feuchte Oberflächen sorgt.

Was ist Korrosion?

Der Begriff Korrosion kommt aus dem lateinischen corrodere = zerfressen.

Im technischen Bereich bezeichnet man damit die Zerstörung von Werkstoffen durch chemische oder elektrochemische Angriffe von der Oberfläche aus. Die wohl bekannteste Art von chemischer Korrosion bei Metallen ist das Rosten, also die Oxidation von Eisen.

Die meisten verwendeten technischen Materialien korrodieren. Das Korrosionsprodukt, das aus Eisen oder Stahl durch Oxidation mit Sauerstoff in Gegenwart von Wasser entsteht, bezeichnet man als Rost. Rost ist porös und schützt nicht vor weiterer Zersetzung, Die Oxidschicht vieler metallischer Werkstoffe wie bei Chrom, Aluminium oder Zink dagegen schon. Metalle werden darum in  Eisenmetalle (rosten) und Nichteisenmetalle (rosten nicht) unterschieden. Die Verwitterung von Eisenwerkstoffen an Luft und Wasser verursacht weltweit jährlich Schäden in Milliardenhöhe.

Spalten/Hohlräume bleiben lange feucht, auch wenn das Auto sonst trocken ist. Zusammen mit Kontamination durch Schadstoffe korrodiert es. Moderne Fahrzeug-Karosserien werden aus einer Vielzahl von Stahlblechteilen von weniger als 1 mm zu einer selbsttragenden Struktur geschweißt oder geklebt.

Entsprechend viele Spalten, Flansche und Hohlräume können Schmutz und Feuchtigkeit aufnehmen und den Korrosionsprozess starten.

Was ist Korrosionsschutz?

Korrosionsschutz macht das Material widerstandsfähig gegen Korrosion, Alterung, Temperatur, Feuchtigkeit und Schmutz.

Als Korrosionsschutz bezeichnet man Maßnahmen zur Vermeidung von Schäden, die durch Korrosion an metallischen Bauteilen hervorgerufen werden können. Ene absolute Korrosionsbeständigkeit kann nicht erreicht werden, darum zielen die ergriffenen Schutzmaßnahmen insgesamt darauf, die Geschwindigkeit der Korrosion so weit zu verringern, dass eine Schädigung des Bauteils während seiner Lebens- / Nutzungsdauer vermieden werden kann.

Nach DIN EN ISO 8044 werden unter anderem folgende Korrosionsarten unterschieden:

  • Flächenkorrosion, bei der die Oberfläche gleichmäßig beschädigt wird
  • Muldenkorrosion, bei der die Oberfläche ungleichmäßig stark beschädigt wird
  • Lochkorrosion, die nur kleine Bereiche der Oberfläche zerstört
  • Spaltkorrosion, bei der die Werkstoffoberfläche in schmalen Spalten, z. B. in Schweißnähten, angegriffen wird.

Um die chemischen Korrosionsprozesse zu verhindern, gibt es verschiedene Verfahren und Vorgehensweisen, die man allgemein als Korrosionsschutz bezeichnet. Auf unseren Seiten konzentrieren wir uns hauptsächlich auf metallischen Korrosionsschutz, aber auch auf Korossionsschutz z.B. bei Holzböden oder an Elektrofahrzeugen und deren Verkabelung.

Tipps für unsere Oldtimer-Freunde

Das gute Teil rostet… Was tun?

Da musst Du Dir zunächst mal über ein paar Dinge Gedanken machen. Zunächst muss Dir klar sein, dass man vorhandene Korrosion nur „einbremsen“, also zeitlich stark hinauszögern kann.

Es gibt also bestenfalls „Rost-Stopper“, keine „Rost-Umwandler“.

Hier würde ja suggeriert, dass man aus Rost wieder Eisen machen kann. Das ist physikalisch unmöglich. Korrosion oder Oxidation brauchen wichtige Komponenten um „arbeiten“ zu können:

Luftsauerstoff und Feuchtigkeit. Bei Kontakt zweier verschieden „wertiger“ Metalle kommt es zur so genannten Kontaktkorrosion. Diese kann nur durch Verdrängen der vorhandenen Feuchtigkeit und den damit verbundenen Aufbau einer chemischen Barriere bekämpft werden.

Dann solltest Du bei deinem Fahrzeug mal eine Art Bestandsaufnahme, den Ist-Zustand betreffend, machen. Wo ist Korrosion vorhanden, und wenn ja, wie weit ist diese fortgeschritten? Bei Durchrostungen muss natürlich erstmal ein Karosseriefachmann ran. In dem Fall erst mal Altbeschichtungen auf Tragfähigkeit und Unterrostung prüfen. Da muss man schon mal kratzen und schaben…

Gute Dienst tun hier natürlich Strahlarbeiten oder Trockeneisreinigung. Nachdem diese Verfahren recht teuer sind, steht hier die Überlegung im Raum, was Dir Dein Schätzchen wert ist, wieviel Geld du also zu investieren bereit bist. Vielleicht hilft Dir auch unser Carlofon Autocleaner zur Entfernung / Reinigung.

Auf jeden Fall aber müssen loser Rost, Schmutz, so wie ölige und fettige Rückstände entfernt werden. (Besonders wichtig, wenn Du Dich für unser lösemittelfreies System entscheidest. Das ist ziemlich arbeitsintensiv, führt aber auch mit Hobbyschrauber-Ausrüstung (Drahtbürste, Schaber, Zopfbürste, etc.) zu einem ordentlichen Ergebnis.

Nachdem nun einige Stellen im sichtbaren Bereich „blank“ sind, muss hier, nach gründlicher Entstaubung, eine Grundierung aufgebracht werden. Idealer Weise auf Epoxid-Basis, wie „Brunox“ oder „Carlofon® Epoxi-Metallgrund“.

Evtl. vorhandene Innenkotflügel sind natürlich schon ausgebaut, oder? Wenn nicht, dann aber los und den darunter liegenden Bereich vorbereiten. Siehe oben.

Im Unterbodenbereich werden nun Kardanwelle, Auspuffanlage, etc., abgedeckt. Ein guter Plan ist, das Auto ringsum mit einer etwa 30 cm breiten „Papierschürze“ nach unten abzukleben.

Das schont die Garagenwand 😊 und Du kannst sauber bis zum Rand des Unterbodens beschichten.

Du arbeitest mit dem empfohlenen Carlofon® 2-Schicht-Verfahren? Prima!

Das sorgfältige Einsprühen der „neuralgischen“ Bereiche mit einem kriechfähigen Mittel ist oft schon mehr als „die halbe Miete“. Sorge für gutes Licht, nimm dir immer kleine Bereiche vor, lass dir Zeit. Wichtig sind Federbeinaufnahmen, Falze, Doppelungen, Verschraubungen, etc. Dann am besten erst nach ein paar Stunden einen kompatiblen Unterbodenschutz aus unseren Systemen aufbringen. Immer bedenken: Besser zwei dünne Schichten mit Zwischentrockenzeit aufbringen, sonst gibt‘s später Risse oder Ablösungen. Und dann hat natürlich „das Produkt nichts getaugt…“ 😉

Motorraum und Bereiche mit hoher thermischer Belastung sollten mit einem dafür geeigneten Produkt, wie z.B. Carlofon® 4010 behandelt werden. Hier reicht normaler Weise eine Sprühdose zum Beschichten. Die Produkte schützen auch Steckverbindungen und elektrische Anschlüsse mit normaler Bordnetzspannung, 6, 12, oder 24V. Auspuffkrümmer, Vergaserteile, etc., sind natürlich auszusparen.

Hohlräume, Schweller, Türen und doppelwandige Bereiche solltet ihr mithilfe einer GUTEN Druckbecherpistole beschichten. Das Material der Wahl sollte vor allem kriechfähig, dauerelastisch und gut thermisch belastbar sein, um ein späteres Nachtropfen weitest gehend zu vermeiden. Roststop.de bietet hier eine Auswahl. Darauf achten, dass Wasserablaufschlitze offen sind, überschüssiges Material tritt hier aus. Die Türen mal über Nacht weit geöffnet lassen und Pappe darunterlegen. Es lohnt sich übrigens, Türverkleidungen abzubauen, Du kannst dann gezielt mit einer Hakensonde arbeiten. In Schweller das Hohlraumprodukt mit viel Druck und Wirbeldüse einbringen, um eine gute Rundumbenetzung zu gewährleisten. Wasserablauföffnungen: Siehe Türen…

Nicht vergessen: Das sind keine Arbeiten für 10°C Minus, Auto und Material sollten eine Temperatur von mehr als +15°C aufweisen.

Nachdem es unmöglich ist, hier auf fahrzeugspezifische Dinge einzugehen, beraten wir euch im Bedarfsfall gerne. Es gibt ja auch transparente, lackartige Beschichtungen bei uns, es kommt eben immer darauf an, welches Ergebnis gewünscht ist…

Hilfreiche Infos geben auch unsere Datenblätter, die Ihr unkompliziert im PDF-Format herunterladen könnt. Also, bevor Euer Arbeitsaufwand durch Anwendungsfehler nicht zum gewünschten Ergebnis führt, besser fragen: info@carlofon.de

Solltet Ihr euch jedoch dazu entscheiden, die Arbeiten einem erfahrenen Fachbetrieb zu überlassen, nennen wir euch gerne einen unserer Partner in Eurer Nähe.

Korrosionsschutz-Tabelle

Unsere Tabelle dient als Hilfe zum Eingrenzen der für Ihre Anwendung geeigneten Produkte.

Die jeweils angegebenen Werte bzgl. Schutzdauer Innen / Außen können nur Richtwerte sein. Die tatsächliche, praxisgerechte Schutzdauer ist von vielen Faktoren abhängig. Zu berücksichtigen sind hier Umgebungsbedingungen, die Belastung des Schutzfilms durch klimatische, korrosive oder abrasive Einflüsse, Dicke des Trockenfilms, häufiger Einsatz von Reinigungsmitteln usw. So kann z.B. die Schutzdauer länger, im Einzelfall aber auch kürzer sein. Manchmal sind auch Inspektions- oder Nacharbeitsintervalle zu berücksichtigen und gemäß unseren Empfehlungen einzuhalten.

Durch Klick auf die untenstehende Bild kannst Du die Tabelle im PDF-Format herunterladen!

Frag uns, gerne beraten wir Dich bei der Auswahl des geeigneten Produktes.

Was wir u.a. wissen müssen, um Dir das für Deinen Bedarf ideale Produkt empfehlen zu können:

• Unter welchen Bedingungen und für wie lange wird der Schutz benötigt?
• Wie soll der Schutzfilm aufgebracht werden? Soll er später wieder entfernt werden?
• Können evtl. andere Konstruktionsteile durch das Korrosionsschutzmittel geschädigt oder kontaminiert werden?
• Ist die Optik des Schutzfilmes von Bedeutung?
• Folgen weitere Arbeitsschritte?
• Sind weitere spezielle Bedingungen / Eigenschaften gefordert?
• Gibt es Anforderungen für besondere Schutzmaßnahmen?
• Lagerbedingungen / Verpackung

Produkttypen

Hohlraumschutz

Mangelnder Hohlraumschutz ist das Hauptproblem von Old- und Youngtimern. Bei Fahrzeugen war bis Mitte der 90er Jahre eine Hohlraumversiegelung oftmals nicht vorhanden.

Was bleibt ist – Rost!

Das Thema Hohlraumversiegelung wird auch heute oft stiefmütterlich behandelt, so dass die Fahrzeuge schneller wieder rosten, als es den Besitzern lieb ist. In den Hohlräumen kann sich der Rost meistens ungestört ausbreiten. Häufig fällt dann beim Gang zum TÜV auf, dass das Blech bereits durchgerostet ist. Durch Kondensation bildet sich Feuchtigkeit, die das Metall in Verbindung mit Sauerstoff von innen nach außen rosten läßt.

Unterbodenschutz

Obwohl Dein Auto wundervoll glänzt und optisch erst einmal einen tollen Eindruck macht, kann es heillos verloren sein. Spätestens bei der nächsten Hauptuntersuchung ist ein durchgerosteter Unterboden das K.O.-Kriterium.

Da hilft nur regelmäßige Hohlraumversiegelung und Unterbodenschutz.

Beide Maßnahmen sind nicht von Dauer und müssen insbesondere bei älteren Fahrzeugen regelmäßig überprüft werden.

Spezialprodukte

benötigt man z.B. bei Fahrzeugen mit Holzunterboden (Wohnmobile, Wohnwagen) oder bei Elektrofahrzeugen und deren Verkabelung. Nicht immer hilft das Stöbern im Internet weiter.

Wer wissen möchte, ob, wie oft, und womit er den Unterbodenschutz seines Caravans nacharbeiten soll, trifft auf viele gut gemeinte Ratschläge – und nicht minder zahlreiche kontroverse Meinungen

Und auch die Bedienungsanleitungen der Caravanhersteller helfen nur bedingt weiter. Absolut ungeeignet sind Standard-Unterbodenschutze, die normalerweise auf dem Bodenblech von Autos zum Einsatz kommen, oder gar einfache Holzschutzlasuren aus dem Baumarkt…

Spezialprodukte für den Unterboden müssen für Caravans geeignet sein und dürfen weder die vorhandene Schutzschicht noch Dichtmasse oder die Isolierung der Bodenkonstruktion angreifen.

Ausrüstung

Die benötigte Ausrüstung ist abhängig vom Applikationsverfahren. Streichen, Rollen, (Druckluft-, Airless-, Airmix-) Spritzen, Heißspritzen…

 

Produkttechnologien

Lösemittelfrei

Lösemittelfreie bzw. lösemittelarme Beschichtungsstoffe enthalten sehr geringe Mengen Lösemittel und/oder auch lösemittelhaltige Additive zur Verbesserung der Verarbeitungseigenschaften, der Trocknungszeit, der Oberflächenhärte und der Filmbildung. Die Trocknung kann bei diesen Produkten durch Zufuhr von Wärme bei ausreichender Luftbewegung meist stark beschleunigt werden.

Hochfestkörperreich

Produkte mit sehr hohem Feststoffgehalt bilden bei einmaligem Auftrag eine hohe Trockenschichtdicke. Verwendet werden sie bei hohen Belastungen durch abrasive Einflüsse, also Steinschlag, Streusalz, etc., oder bei extremen Lagerbedingungen im Freien. Systembedingt ist bei diesen Produkten der Lösemittel/Wassergehalt sehr gering.

 

Wasserbasiert

Korrosionsschutzprodukte, die als Lösemittel Wasser enthalten, werden u.a. dort eingesetzt wo periphere Bedingungen es erfordern. Ex-Schutz, Arbeiten bei laufender Produktion, etc. Aber auch im Reparaturbereich, wenn es werksseitig aufgebrachte Beschichtungen aus Gründen der Kompatibilität erfordern. Oft sind diese Beschichtungen im ausreagierten Zustand nur noch mechanisch entfernbar.

 

Lösemittelbasiert

Korrosionsschutzprodukte, die Lösemittel enthalten, werden schwerpunktmäßig im Reparaturbereich eingesetzt. Diese tolerieren auch leicht mit Schmutz, Öl, etc., kontaminierte Untergründe, wie sie oft im Bus – und Nutzfahrzeugbereich vorzufinden sind. Schnelle Trocknung, gute Haftung auf Altbeschichtungen, Entfernbarkeit nach Trocknung, lange Lagerstabilität, etc., sind weitere Vorteile. Sicherheitsmaßnahmen gemäß Herstellervorgaben sind stets einzuhalten.

 

Vor- und Nachteile von wasserbasiertem / lösemittelfreien Korrosionsschutz

Viele Werkstätten stehen wasserbasiertem/ lösemittelfreiem Korrosionsschutz immer noch skeptisch gegenüber!

Wasserbasierter / lösemittelfreier Korrosionsschutz hat jedoch viele Vorteile. Gerade in der heutigen Zeit, in der Umwelt- und Klimaschutz eine immer größere Rolle spielen, muss auch beim Korrosionsschutz darüber nachgedacht werden, an welcher Stelle man auf den Einsatz von lösemittelhaltigen Produkten verzichten kann.

Mittlerweile haben die Hersteller an dieser Stelle schon richtig Gas gegeben und sehr hochwertige Produkte entwickelt, die ihren lösemittelhaltigen Vorgängern in nichts nachstehen.

Die Carlofon GmbH hat sich als führender Experte in Sachen Korrosionsschutz von Fahrzeugen aller Art und als zukunftsorientiertes Unternehmen für eine hohe Verantwortung für seine Tätigkeiten und Geschäftsfelder entschieden.

Die Umwelt achten, Ressourcen schonen und Umweltbelastungen möglichst vermeiden steht hinter unserem Siegel “Greenline”!

 

Und zu guter Letzt noch ein schönes Beispiel dafür, dass es sich lohnt, den Einsatz altbekannter und sicher auch liebgewonnener Produkte zu überdenken:

Beim aktuellen PKW-Bestand, allein in der Bundesrepublik , wird bei 2 Behandlungen pro Jahr mit ROSTSTOP ZERO, anstelle eines lösungsmittelhaltigen Produktes, die Umwelt um mehr als 30 TONNEN LÖSUNGSMITTEL entlastet!

Worauf muss ich bei der Produktauswahl achten?

Metalle müssen gegen Korrosion geschützt werden. Dazu kann man unterschiedliche Maßnahmen treffen. Beinahe alle Metalle sind in ihrer Rohform anfällig für Korrosion. Nicht alle Metalle sind gleich anfällig.

Korrosionsprozesse laufen bei jedem Metall und jeder Legierung in unterschiedlicher Geschwindigkeit ab. Einige Metalle schützen sich auch selbst , wie z.B. Aluminium, durch Ausbilden einer Oxidschicht.

Die Paarung oder das Aneinanderliegen von unterschiedlichen Metallen kann, wenn die beiden Metalle oder Legierungen nicht zueinander passen, zu Korrosion führen. Dieses muss immer berücksichtigt werden, gegebenenfalls müssen passende Metallpaare oder Legierungen ausgewählt werden, beispielsweise auch für Schrauben und Muttern, die auf Metallen Kontaktkorrosion verursachen können.

Korrosionsschutz für Fahrzeugbau und metallverarbeitende Industrie

Anforderungen

• Welcher Untergrund soll beschichtet werden?
• Wie lange sind die Teile vor Korrosion zu schützen?
• Handelt es sich um Innen – oder Außenlagerung?
• Gibt es geeignete Räumlichkeiten zur Verarbeitung?
• Können andere Arbeitsprozesse negativ beeinflusst werden, z. B. durch Overspray?
• Wie soll der Schutzfilm beschaffen sein?
(z.B. fettig, wachsartig, ölig, transparent, grifffest.)
• Ist Temperaturbeständigkeit erforderlich, wenn ja, wie hoch?
• Muß der Korrosionsschutz später entfernt werden, wenn ja, nach welcher Zeit?
• Welches Mittel ist dafür geeignet?
(bei Export evtl. Restriktionen in anderen Ländern)

Verarbeitung

• Wie umfangreich ist die Anwendung ?
• Bedarfsmengenermittlung
• Empfehlung Verarbeitungsgerät (Airlessgerät, Druckbecherpistole, Druckgefäß)
• Ist der Verarbeiter mit der Anwendung vertraut?

Was wir wissen müssen, um Dir das für Deinen Bedarf ideale Produkt empfehlen zu können:

• Unter welchen Bedingungen und für wie lange wird der Schutz benötigt?
• Wie soll der Schutzfilm aufgebracht werden? Soll er später wieder entfernt werden?
• Können evtl. andere Konstruktionsteile durch das Korrosionsschutzmittel geschädigt oder kontaminiert werden?
• Ist die Optik des Schutzfilmes von Bedeutung?
• Folgen weitere Arbeitsschritte?
• Sind weitere spezielle Bedingungen / Eigenschaften gefordert?
• Gibt es Anforderungen für besondere Schutzmaßnahmen?
• Lagerbedingungen / Verpackung

 

Erste Antworten geben Dir bestimmt schon unsere Korrosionsschutztabelle
und die Übersicht in den Einsatzbereichen!

Warum Wachs für Hohlräume?

Fahrzeugkarosserien werden in der Regel durch KTL-Tauchlackierung geschützt, die jedoch in den Hohlräumen nicht alle Ecken und Spalten erreichen kann.

Diese Bereiche, d.h.:

• Punktschweiß-Bereiche
• Doppelungen
• Falzbereiche

werden wirksam durch das Hohlraumwachs Carlofon Penetrant geschützt.

Genauso schützt Penetrant andere korrosionsanfällige Bereiche wie Schweller, Längs- und Querträger, Türen…

Der Wachsfilm ist widerstandsfähig gegen:

– Korrosion
– Alterung
– Temperatur
– Feuchtigkeit
– Schmutz

Die wichtigsten Eigenschaften eines Wachsfilms:

– Korrosionsschutz
– Spritzbarkeit
– Deckfähigkeit
– Penetration
– Kriechfähigkeit
– Filmstärke

Oberflächenreinigung

Lose Korrosion

Das Fahrzeug ist vor der Korrosionsschutzbehandlung sorgfältig zu inspizieren. Loser Rost und Schmutz müssen entfernt werden.

Diese Stellen sind besonders zu begutachten:

– Kotflügelaufhängungen
– Kotflügeltaschen
– Kotflügelflansche
– an den Details der Aufhängung
– der gesamte Bereich um den Kraftstofftank

Korrosionsschäden

Das Fahrzeug sollte sorgsam auf mögliche Korrosionsschäden untersucht werden. Achten Sie auf Kotflügel, Koffer- u. Laderäume, Vierkant-Profile und Einstiegsbereiche.

Reinigung

– Bremsen und Bremstrommeln schützen
– Entfettungsmittel auftragen
– 5-10 Minuten einwirken lassen
– Fahrzeug mit Hochdruckreiniger reinigen

Entfernbarkeit

Rost entfernen und die Reinigung der zu behandelnden Fahrzeugteile ist die eine Aufgabe. Vorhandenen Korrosionsschutz nach Ablauf der Gebrauchszeit zu entfernen eine andere.

Die Entfernbarkeit der Korrosionsschutzprodukte hängt weitest gehend von der Verweildauer am Substrat und den Umgebungsbedingungen ab.

Der temporäre Korrosionsschutz kann nach Ablauf der Gebrauchszeit mit Lösemitteln, fettlösenden Kraftreinigern u.ä. entfernt werden. Der Schutzfilm, der bei Langzeit-Korrosionsschutz entsteht, muss mechanisch entfernt werden.

Innerhalb von ca. 4 Wochen genügt i.d.R. ein Einsprühen mit Carlofon-Autocleaner bis zur Sättigung. Kurz einwirken, aber nicht antrocknen lassen, dann mit Hochdruckwascher entfernen (geeigneter Öl-abscheider!). Geeignet ist u.U. auch Testbenzin, Siliconentferner, oder ein alkalischer Entfetter.

Im jeweiligen Fall muß sichergestellt sein, dass Lacke, etc., nicht angegriffen werden.

CARLOFON-Autocleaner ist auf jeden Fall bestens geeignet.

Nach längerer Zeit sind mehr Einwirkzeit und evtl. Nacharbeit mit Pinsel oder Bürste erforderlich.

Eine Ausnahme stellen Carlofon 4010 und Roststop ZERO dar. Diese Produkte können nur noch mechanisch oder mit Abbeizer entfernt werden.

Carlofon Autocleaner

Die Entfernbarkeit der Korrosionsschutzprodukte hängt weitestgehend von der Verweildauer am Substrat und den Umgebungsbedingungen ab. Innerhalb von ca. 4 Wochen genügt i.d.R. ein Einsprühen mit Carlofon-Autocleaner bis zur Sättigung. Kurz einwirken, aber nicht antrocknen lassen, dann mit Hochdruckreiniger entfernen.

Eigenschaften

Autocleaner ist ein mildriechender, aromatenarmer, schwer entflamm-barer Kaltentfetter für die gewerbliche Verwendung. Er besitzt bei mineralischen, tierischen sowie pflanzlichen Ölen und Fetten ein gutes Lösevermögen und greift Metalle, Lackierungen und die meisten Kunst-stoffe nicht an. Bei praxisgerechten Kontaktzeiten mit Gummi lässt er keine bleibenden Veränderungen zurück. Hohe Wirtschaftlichkeit ist durch relativ geringe Verdunstungsverluste gewährleistet.

Anwendung

Autocleaner reinigt verölte und fettige Kunststoffteile, Bleche und Profile auch aus Leichtmetall und Druckguss sowie gummierte Teile. Er entfernt Formentrennmittel und ist ein zuverlässiger Reiniger von Korrosionsschutzmittel. Autocleaner wird unverdünnt im Wisch-, Tauch-, und Spritzverfahren verwendet.

Anmerkung

Autocleaner darf nur in Verbindung mit Leichtflüssigkeitsabscheidern
(Ölabscheidern) verwendet werden. Um eine Abwasserentlastung zu erzielen, darf er zudem nicht zusammen, d.h. gleichzeitig, mit emul-gierend wirkenden tensidhaltigen Abwässern, z.B. aus der Autowäsche, in den Leichtflüssigkeitsabscheider (Ölabscheider) gelangen.

Arbeitsplatz einrichten

Bei der Anwendung von Korrosionsschutzprodukten gibt es einiges zu beachten…

Instruktionen / Empfehlungen zur Beachtung bei der Verarbeitung von Korrosionsschutzprodukten

Anwender

Hier ist als Schutzausrüstung zu empfehlen: Dicht schließende Schutzbrille – Einweghandschuhe, vorzugsweise aus Nitrilkautschuk – Overall mit Kapuze, idealer Weise diffusionsdicht, wie bei der Verarbeitung von wasserbasierten Basislacken üblich – Arbeitsschuhe mit entsprechender Sohle zum Schutz vor elektrostatischer Aufladung – Atemschutzmaske mit Aktivkohlefilter.

Die grundsätzlichen Dinge, wie Rauchverbot am Arbeitsplatz, keine Einnahme von Nahrungsmitteln oder Getränken während der Verarbeitung, etc., sollten den entsprechenden Produktdatenblättern entnommen werden.

Carlofon Datenblätter – Ein im Betrieb dafür verantwortlicher Mitarbeiter ist zu bestimmen.

Der Verarbeiter sollte mit der Ausrüstung und dem Umgang damit vertraut sein. Eine Einweisung bei Erstanwendung/Inbetriebnahme ist zu empfehlen. (Besonders relevant beim Einsatz von Hochdruck- / Airless-Pumpen). Sinn einer solchen Maßnahme ist natürlich auch die Vermeidung von Anwendungsfehlern.

Hinweise auf produktspezifische Eigenschaften, Werkzeugauswahl, Gerätewartung, etc., sind wichtig, um gemäß den Vorgaben des Herstellers ein optimales Arbeitsergebnis zu erzielen.

Arbeitsplatz

Für ausreichende Belüftung während der Arbeit sorgen – geeignete Abluftfilter verwenden – Maßnahmen gegen statische Aufladung treffen – keine offenen Flammen / Zündvorrichtungen (Heizung) – Ex-Schutz von Ein- / Aus-Schaltern – ausreichende Beleuchtung (für den Anwender bei Arbeiten im Unterbodenbereich ggf. zusätzlich Stirnlampe) – Möglichkeit zur Raum- / Materialtemperierung, um Mindestanforderungen an die Verarbeitungstemperatur einhalten zu können – Folie zum Abdecken peripherer Geräte/Hallenboden/Hebebühnen – funktionsfähiger Öl- / Koaleszenz-Abscheider (bei Verarbeitung von waschaktiven Substanzen / Emulsionsbildung) – Feuerschutzmaßnahmen (Löschdecke/Feuerlöscher)

Zu hinterfragen ist im Einzelfall, ob durch die Korrosionsschutzarbeiten andere Arbeitsprozesse im Umfeld beeinträchtigt werden können. Hier z.B. durch Sprühnebel, Geruchsbildung, u.Ä.

Diese Auflistung hat natürlich „keinen Anspruch auf Vollständigkeit“, wie man sagt. Wir bieten zum Beispiel in der Regel eine Unterweisung an. Das dient der Prozesssicherheit, der Optimierung des Arbeitsergebnisses und macht, nicht zuletzt, dem Verarbeiter die Arbeit „leichter“.

Tipps, resultierend aus Erfahrungen, helfen hier außerordentlich.

Kontakt

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